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In der Küche

Vom Ei bis zum Küchenschwamm — was hält wie lange, und wann ist es wirklich hin?

In der Küche wird am häufigsten zu früh weggeworfen. Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist kein Wegwerfdatum, und viele Lebensmittel sind lange darüber hinaus einwandfrei. Hier findest du für jedes Lebensmittel die geprüfte Haltbarkeit, konkrete Erkennungsmerkmale und die richtige Lagerung — damit weniger in der Tonne und mehr auf dem Teller landet.

Schnell-Überblick

Gegenstand Haltbarkeit Status
Sahne 3–5 Tage bald prüfen
Milch 3–5 Tage bald prüfen
Gekochtes Hähnchen 3–4 Tage bald prüfen
Sekt 1–3 Tage bald prüfen
Olivenöl 18–24 Monate bald prüfen
Bananen 2–5 Tage bald prüfen
Frischkäse 1–2 Wochen bald prüfen
Käse 1–4 Wochen bald prüfen
Prosecco 1–3 Tage bald prüfen
Avocado 2–3 Tage bald prüfen
Baileys 6 Monate bald prüfen
Kaffee 3–4 Wochen bald prüfen
Speck 1–2 Wochen bald prüfen
Likör 1–2 Jahre bald prüfen
Wein 3–5 Tage bald prüfen
Joghurt 1–2 Wochen bald prüfen
Eier 28 Tage noch gut
Honig Jahre noch gut
Gekochte Eier 1–2 Wochen noch gut
Kartoffeln 1–3 Monate noch gut
Mehl 1–1,5 Jahre noch gut
Reis Jahre noch gut
Bier 6–9 Monate noch gut
Butter 2–3 Wochen noch gut
Knoblauch 3–6 Monate noch gut
Schokolade 12–24 Monate noch gut
Zwiebeln 1–3 Monate noch gut
Nudeln Jahre noch gut
Whisky Jahre noch gut
Wodka Jahre noch gut
Ahornsirup 1 Jahr noch gut
Gin Jahre noch gut
Rum Jahre noch gut
Ketchup 1–6 Monate noch gut
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Gut zu wissen

In der Küche lohnt sich der Blick hinter das Datum. Das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) ist eine Qualitätsgarantie des Herstellers, kein Wegwerfdatum — viele Lebensmittel sind lange darüber hinaus einwandfrei. Anders ist es beim Verbrauchsdatum („zu verbrauchen bis", etwa bei Hackfleisch oder frischem Fisch): Das ist verbindlich, danach gehört das Produkt entsorgt.

Der zuverlässigste Test sind die eigenen Sinne — ansehen, riechen, in kleiner Menge probieren. Schimmel, ein gäriger oder ranziger Geruch und eine veränderte Konsistenz sind klare Stopp-Signale. Wer richtig lagert — kühl, trocken, luftdicht und nach dem Prinzip „Ältestes zuerst" — verlängert die Haltbarkeit spürbar und wirft am Ende deutlich weniger weg.

Länger frisch: die drei größten Hebel

Wer drei Dinge beherzigt, verlängert die Haltbarkeit der meisten Lebensmittel deutlich. Erstens die Temperatur — der Kühlschrank hat Zonen: Das obere Fach ist wärmer, das Fach über dem Gemüsefach am kältesten und ideal für Fleisch und Fisch, die Tür am wärmsten und nur für Robustes wie Senf oder Butter geeignet. Zweitens die Luft — angebrochene Packungen luftdicht verschließen, denn Sauerstoff und Feuchtigkeit beschleunigen den Verderb. Drittens die Ordnung — nach dem Prinzip „Ältestes zuerst" einräumen, dann verschwindet nichts ungenutzt nach hinten.

Auch das Einfrieren ist ein unterschätzter Helfer: Brot, Käse, gekochte Reste und viele Obst- und Gemüsesorten lassen sich portionsweise einfrieren und bei Bedarf auftauen — das rettet Lebensmittel, die sonst rechtzeitig gegessen werden müssten. Empfindliches wie Milchprodukte nutzt man nach dem Auftauen aber besser zum Kochen und Backen als zum puren Verzehr.

Häufige Fragen

Ist das Mindesthaltbarkeitsdatum verbindlich?
Nein. Das MHD ist eine Qualitätsgarantie des Herstellers, kein Wegwerfdatum. Viele Lebensmittel sind gekühlt und richtig gelagert lange darüber hinaus genießbar. Nur das Verbrauchsdatum („zu verbrauchen bis") ist verbindlich.
Woran erkenne ich, dass ein Lebensmittel schlecht ist?
An Schimmel, einem gärigen, säuerlichen oder ranzigen Geruch, einer veränderten Farbe oder Konsistenz. Ansehen, riechen und in kleiner Menge probieren ist zuverlässiger als das Datum.
Wie lagere ich Lebensmittel am besten?
Kühl, trocken, luftdicht und dunkel. Im Kühlschrank haben die Zonen unterschiedliche Temperaturen — Fleisch nach unten, Empfindliches nicht in die Tür. Nach dem Prinzip „Ältestes zuerst" verbrauchen.

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