Mayonnaise

Gekaufte Mayonnaise hält geöffnet und gekühlt 2 bis 3 Monate. Selbstgemachte mit rohem Ei nur ein bis zwei Tage — hier drohen Salmonellen.
Gekauft lange, selbstgemacht heikel
Bei Mayonnaise kommt es entscheidend darauf an, ob sie gekauft oder selbstgemacht ist. Industrielle Mayonnaise wird mit pasteurisiertem Ei, Säure aus Essig oder Zitrone und oft Konservierungsstoffen hergestellt. Ungeöffnet hält sie bis zum Mindesthaltbarkeitsdatum, geöffnet und gekühlt noch etwa zwei bis drei Monate.
Selbstgemachte Mayonnaise ist eine ganz andere Sache. Sie enthält rohes Eigelb, das Salmonellen enthalten kann, und keine industriellen Konservierungsstoffe. Sie hält im Kühlschrank nur ein bis zwei Tage und sollte möglichst frisch verwendet werden — gerade für Schwangere, Kleinkinder sowie ältere und immungeschwächte Menschen ist rohes Ei ein ernstzunehmendes Risiko.
Verderb zeigt sich bei Mayonnaise durch einen sauren oder ranzigen Geruch, eine Trennung von Öl und Masse, Flocken oder eine bräunliche Verfärbung. Wichtig ist sauberes Arbeiten: immer einen frischen Löffel benutzen, nie mit benutztem oder fettigem Besteck ins Glas. Und Mayonnaise gehört nach dem Öffnen konsequent in den Kühlschrank, nicht stundenlang bei Zimmertemperatur auf den Tisch.
Besonders im Sommer lohnt Aufmerksamkeit. Bleibt Mayonnaise oder ein damit angemachter Salat lange in der Wärme stehen, können sich Keime vermehren. Für Grillfeste und Picknicks gilt deshalb: die Schüssel kühl halten, etwa auf Eis oder im Schatten, und Reste, die länger in der Sonne standen, im Zweifel lieber wegwerfen.
Woran erkenne ich schlechte Mayonnaise?
Verdorbene Mayonnaise verrät sich über Geruch und Konsistenz:
Ein stechender oder ranziger Geruch statt mild-säuerlich zeigt Verderb an.
Eine deutliche Trennung von Öl und Masse oder Flocken sind ein Warnzeichen.
Wird die Masse dunkler oder verfärbt sie sich, gehört sie entsorgt.
Rieche an der Mayonnaise und rühre sie kurz um. Frische Mayonnaise riecht mild-säuerlich und ist gleichmäßig cremig. Riecht sie ranzig oder stechend sauer, hat sich das Öl deutlich abgesetzt oder flockt die Masse, ist sie verdorben — dann wegwerfen. Eine leichte Ölperlung bei gekaufter Mayonnaise lässt sich dagegen einfach unterrühren.
Haltbarkeit im Überblick
Gekauft oder selbstgemacht macht den ganzen Unterschied:
| Art | Haltbarkeit |
|---|---|
| Gekauft, ungeöffnet | bis MHD |
| Gekauft, geöffnet, gekühlt | 2–3 Monate |
| Selbstgemacht (rohes Ei) | 1–2 Tage |
| Warm / in der Sonne | verdirbt schnell |
Richtig lagern
So bleibt Mayonnaise am längsten sicher:
Immer kühlen — nach dem Öffnen konsequent in den Kühlschrank.
Sauberer Löffel — kein benutztes oder fettiges Besteck ins Glas.
Gut verschließen — schützt vor Fremdgerüchen und Austrocknen.
Selbstgemachte sofort verbrauchen — rohes Ei hält nur ein bis zwei Tage.
Häufige Irrtümer
Rund um Mayonnaise halten sich einige Irrtümer:
Nur gekaufte, und geöffnet einige Monate. Selbstgemachte hält nur ein bis zwei Tage.
Nein — rohes Ei ohne Konservierung ist deutlich heikler und salmonellenanfällig.
Meist nicht die saure Mayonnaise selbst, sondern die warm gelagerten Zutaten — trotzdem alles kühl halten.
Der schlechte Ruf der Mayonnaise bei Salaten im Sommer ist nur halb verdient. Gekaufte Mayonnaise ist durch ihre Säure recht stabil; das eigentliche Risiko sind die übrigen Zutaten wie Ei, Kartoffeln, Nudeln oder Fleisch, die bei Wärme schnell verderben. Kartoffel- und Nudelsalat gehören deshalb gekühlt und nicht stundenlang in die Sonne. Als Faustregel für warme Tage gilt: Verderbliche Salate nicht länger als zwei Stunden ungekühlt stehen lassen, bei über 30 Grad besser nur eine Stunde.