Feuerlöscher

Ein Feuerlöscher muss alle 2 Jahre von einem Sachkundigen geprüft werden. Nach etwa 20 bis 25 Jahren gehört er ausgetauscht — das Manometer zeigt den Druck an.
Nicht Verfall, sondern Prüfpflicht
Ein Feuerlöscher verdirbt nicht, aber er verliert über die Jahre seine Zuverlässigkeit — und im Ernstfall zählt jede Sekunde. Deshalb schreibt die Norm DIN 14406-4 vor, dass ein Feuerlöscher alle zwei Jahre von einem Sachkundigen geprüft wird. Dabei werden Druck, Dichtungen, Löschmittel und Funktion kontrolliert und eine neue Prüfplakette angebracht.
Unabhängig von der regelmäßigen Prüfung hat jeder Löscher eine begrenzte Gesamtlebensdauer. Nach etwa 20 bis 25 Jahren ist der Austausch fällig, weil Behälter und Ventile altern. Dauerdrucklöscher, die ständig unter Druck stehen, altern etwas anders als Aufladelöscher, bei denen das Treibgas erst im Einsatz freigesetzt wird — die genauen Intervalle stehen auf der Prüfplakette und in der Herstellerangabe.
Ein schneller Selbstcheck zwischen den Prüfungen ist das Manometer: Zeigt der Zeiger in den grünen Bereich, stimmt der Druck. Steht er im roten Bereich, ist der Druck zu niedrig oder zu hoch und der Löscher muss zum Fachbetrieb. Bei Pulverlöschern kann sich das Pulver mit der Zeit verdichten; ein gelegentliches Wenden und leichtes Schütteln hält es locker.
Genauso wichtig wie der technische Zustand ist der Standort. Ein Feuerlöscher nützt nur, wenn er im Notfall schnell griffbereit ist — gut sichtbar, nicht hinter Möbeln oder tief im Keller verstaut. Und er sollte weder praller Sonne noch Frost ausgesetzt sein, da beides Druck und Löschmittel zusetzt. Wer diese Punkte beachtet, hat im Ernstfall ein zuverlässiges Gerät zur Hand.
Woran erkenne ich einen fälligen Löscher?
Drei Signale zeigen, dass gehandelt werden muss:
Steht der Zeiger im roten Bereich, stimmt der Druck nicht — dann ab zum Fachbetrieb.
Die aufgeklebte Plakette nennt die nächste fällige Prüfung; ist der Termin überschritten, prüfen lassen.
Beulen, Rost, ein beschädigter Schlauch oder hart gewordenes Pulver sind klare Aussortier-Signale.
Prüf- und Tauschfristen im Überblick
Prüfung und Gesamtlebensdauer laufen parallel:
| Situation | Frist |
|---|---|
| Prüfung durch Sachkundigen | alle 2 Jahre |
| Gesamtlebensdauer | ca. 20–25 Jahre |
| Nach jedem Gebrauch (auch teilweise) | sofort neu befüllen |
| Manometer im roten Bereich | zum Fachbetrieb |
Prüfen & einsatzbereit halten
So bleibt der Löscher im Ernstfall zuverlässig:
Griffbereit anbringen — gut sichtbar und schnell erreichbar, nicht im Keller verstaut.
Prüfplakette im Blick — den nächsten Prüftermin notieren.
Vor Extremtemperaturen schützen — nicht in praller Sonne oder bei Frost lagern.
Nach Gebrauch neu befüllen — auch ein nur kurz ausgelöster Löscher verliert Druck.
Häufige Irrtümer
Rund um den Feuerlöscher halten sich einige Irrtümer:
Nein — alle zwei Jahre Prüfung, nach 20 bis 25 Jahren Austausch.
Nicht unbedingt — nur die Prüfung und das Manometer zeigen den echten Zustand.
Nein — nach jeder Auslösung muss er neu befüllt werden, sonst versagt er beim nächsten Mal.
Für Privathaushalte gibt es keine gesetzliche Feuerlöscher-Pflicht, wohl aber eine dringende Empfehlung, gerade für Küche und Heizungsraum. Wichtig ist die richtige Brandklasse: Ein Fettbrand in der Küche etwa darf niemals mit Wasser gelöscht werden — hier hilft eine Löschdecke oder ein spezieller Fettbrandlöscher der Brandklasse F. Rauchmelder und Feuerlöscher ergänzen sich dabei: Der eine warnt früh vor dem Rauch, der andere ermöglicht das schnelle Eingreifen im Entstehungsbrand. Beide gehören in jeden Haushalt und sollten regelmäßig geprüft werden.