Kindersitz
Ein Kindersitz hält rund 6 bis 10 Jahre ab Herstelldatum — viele tragen eine aufgedruckte Frist — und muss nach jedem ernsteren Unfall sofort ersetzt werden, unabhängig vom Alter.
Warum eine Frist gilt
Ein Kindersitz besteht aus geformtem Kunststoff und Schaum, und beides altert selbst in der Garage. Die Temperaturschwankungen vom heißen Auto zum kalten Winter machen die Schale über die Jahre spröde, das Gurtband verliert etwas Festigkeit, und die Sicherheitsnormen entwickeln sich weiter. In Deutschland gibt es zwar kein gesetzliches Ablaufdatum, doch Hersteller und der ADAC empfehlen, einen Sitz nach etwa sechs bis zehn Jahren auszutauschen.
Das Datum finden
Suche die eingeprägte Herstellungsangabe an der Schale; viele Sitze tragen zusätzlich einen Hinweis „nicht verwenden nach“. Zähle ab Herstellung, nicht ab Kaufdatum. Ein Sitz, der von einem älteren Kind übernommen oder gebraucht gekauft wurde, kann bereits nahe am Ende seiner Lebensdauer sein — und einem Sitz ohne nachvollziehbare Vorgeschichte vertraust du besser gar nicht.
Nach einem Unfall
Jeder Kindersitz, der an einem ernsteren Unfall beteiligt war, wird ersetzt, auch wenn er makellos aussieht: Die Struktur kann Kräfte aufgenommen haben, die man nicht sieht. Hersteller und der ADAC raten, den Sitz nach mehr als einem Bagatellstoß zu tauschen; viele Kfz-Versicherer übernehmen einen neuen Sitz. Über das Ende entscheiden Alter und Unfallgeschichte — nicht das Aussehen.